„Kampfradler, Rüpelradler und Radrowdy“!? – Grünen Kino in Reinickendorf am 19. Juni „Bikes vs Cars“

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„Kampfradler, Rüpelradler und Radrowdy“!?

Wer kennt sie nicht, die Schlagworte, die von Wutbürger*innen und zahlreichen Medien benutzt werden, um vermeintlich verkehrswidriges und aggressives Verhalten von Fahrradfahrer*innen zu brandmarken? Den Radler*innen-Alltag auf den Berliner Straßen und Plätzen kennen wir zur Genüge – zugeparkte Fahrradstreifen, riskante Überhol- und gefährliche Abbiege- Manöver der motorisierten Verkehrsteilnehmer*innen…

Trotz alledem steigen immer mehr Menschen weltweit auf das Fahrrad und geben damit ein klares Bekenntnis ab: Für mehr  Verkehrssicherheit, für mehr Gesundheit und für den Umwelt- und Klimaschutz in unseren Städten. Der Fahrradanteil an den täglichen Wegen ließe sich umgehend verdoppeln und würde einen Beitrag zur Entspannung im Stadtverkehr leisten – entsprechende stadtplanerische und politische Entscheidungen vorausgesetzt!

Der mehrfach preisgekrönte Dokumentarfilm untersucht die beherzten Bemühungen einzelner Fahrrad-Aktivist*innen in ihrem Kampf gegen eine übermächtige Lobby aus Auto-, Öl- und Straßenbaukonzernen. Der Regisseur Fredrik Gertten hat am Verkehrschaos leidende Städte wie zum Beispiel Los Angeles und Sao Paulo besichtigt, beleuchtet aber auch erfolgreiche Beispiele für eine veränderte urbane Verkehrspolitik am Beispiel der dänischen Vorzeige-Metropole Kopenhagen.

Wir zeigen diesen aktuellen Dokumentarfilm am Montag, 19.6.2017 um 19.00 Uhr in unserer Kreisgeschäftsstelle „Grüner Fuchs“ (Brunowstraße 49, 13507 Berlin- Tegel, U-Bhf. Alt-Tegel + S-Bhf. Tegel).

Nach der Filmvorführung diskutieren wir mit:

  • Stefan Gelbhaar MdA (Bündnis 90/Die Grünen), verkehrspolitischer Sprecher der Grünen Fraktion im Abgeordnetenhaus
  • N.N. Fahrrad-Aktivistin (angefragt)
  • Moderation: Mathias Adelhoefer, Kreisvorsitzender, Bündnis 90/Die Grünen Reinickendorf

Eintritt kostenlos, Popcorn vorhanden, Spenden willkommen, Anmeldung nicht erforderlich!

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7 Kommentare

  1. Fahrrad..Fahrrad, Fahrrad..Ich kann es bald nicht mehr hören. Seit den Grünen die Umweltthemen ausgehen, geht es nun darum, das Fahrradthema bis zum Abwinken auszureizen. Diskussion? Wie denn, wenn dort alle einer Meinung sind? Die Polizei und die Ordnungsämter sind so kaputtgespart, dass die Parkstreifen nicht leergeräumt werden können. Jeden Sommer dazu ein oder zwei Aktionen, das war es. Wer in Berlin Fahrrad fährt, lebt riskant.

  2. In Frohnau und Hermsdorf ist es verständlich wenn Radfahrer den Bürgersteig benutzten, auch wegen der schlechten, holprigen, Fahrbahnen. Dabei wäre es aber für die eigene Sicherheit sinnvoll das Tempo etwas zu drosseln, besonders an Grundstücksausfahrten. Für Autofahrer die ihr Grundstück oder die entsprechenden Parkplätze verlassen sind diese Schnellradler trotz aller Vorsicht nicht zeitig genug zu bemerken. An unserer Ausfahrt ist schon manche gefährliche Situation entstanden.
    Also liebe Gehwegradler achtet im eigenen Interesse an Grundstücksausfahrten auf ausparkende Autos.

  3. generation70 auf

    Wo es irgend geht sollte es auch nach meiner Meinung Radspuren oder Radwege geben. Aber manchmal ist das nicht möglich und dann lebt man als Fußgänger gefährlich. Zum Beispiel in der Heinsestraße.
    Radfahrer benutzen dort fast ausschließlich, verständlicherweise, den Gehweg. Leider nicht immer mit der notwenigen Rücksichtnahme auf Fußgänger. Absteigen und das Rad auch mal schieben, das wäre für alle Benutzer des Gehwegs eine sichere Sache. Also, bitte mal ausprobieren.

  4. „Bikes vs Cars“
    bereits der Titel scheint die zu erwartende Grundstimmung schon so richtig im Vorfeld anzuheizen
    sehr schade… :-(. Da werden wohl die Fahhradaktivisten in ihrer eigenen Echo-Kommunity allein sein.

    Eigentlich geht es doch um ein verständnisvolles und lösungsorientiertes Miteinander
    diesen Ansatz gelte es doch eher zu bestärken, als eine Konfrontation noch zusätzlich anzufeuern.

    Ich möchte hier positiv auf die offene Diskussion mit Jens Augner/Grüne Reinickendorf vom Februar 2016 auch im Portal Heiligensee24 verweisen (im Zusammenhang mit dem Schutzstreifen HeiligenseeStraße).

    Die Zeit der allg. Bürgerbeteiligung ist mit dem aktuellen Senat offenbar einer gesellschaftspolitischen Dominanz ohne Beteiligung der Betroffenen gewichen. Ersatzweise wird eine Herausstellung der Meinung einzelner, stimmgewaltiger Aktivisten gefrönt..

    Derzeit werden bereits vorhandene (breite) Fahrradwege ungültig gemacht, nicht mehr gepflegt, Fahrradweg-Schilder abmontiert und anstellen dessen an gleicher Stelle mit viel Bürger-Geld und politischen motiviertem Sendungsbewusstsein “moderne” Formen der Fahrradleitsysteme installiert.

    Anstelle die lauten & schrillen Stimmen selbsternannten Fahrrad-Aktivisten als Meinung der Bürger zu interpretieren ein einfacher Vorschlag: man.frau frage einfach mal am Vormittag und am Nachmittag (jeweils andere Kohorteneigenschaft) über je eine Stunde alle Passanten links und recht der BerlinerStraße zu ihrer
    Meinung zum Thema Fahrradleitsysteme.

    Komisch, in meinem Bekanntenkreis mit rel. großem Querschnitt durch die Bevölkerung ist die überwiegende Anzahl der Befragten für einen Fahrradweg nach dem Muster Afrikanische Straße oder Berliner Straße an der Bibliothek als eine wie auch immer gestaltete Markierung direkt auf der Straße.

    Aber offenbar haben die “Wohlmeinenden Aktivisten” eine andere Art des Fahrradfahrens im Sinn, als
    die “Bürgerliche” Mehrheit, die einfach nur von A nach B kommen möchte und das ohne politisches Sendungsbewusstsein.. einfach antspannt ankommen, aber das ist derzeit offenbar nicht en vogue

    Gruß aus Heiligensee und Tegel

  5. pusteblume auf

    Möchte mich den obigen Kommentatoren im Wesentlichen anschließen

    habe wirklich genug von der dominanten, einseitig polemisierenden und in der Presse dominierenden Stimme a la Heinrich Strößenreuther. Kann mir kaum vorstellen, das er bei einer Bürgerbefragung mit realen Querschnitt durch die Bevölkerung eine Mehrheit finden würde.

    Aber so ist es offenbar derzeit in Anbetracht der schweigenden, kaum sichtbaren grauen Bevölkerung
    wer am lautesten Schreit und die “Wahrheit” immer und immer wiederholt der gewinnt politisch die Oberhand

    Leute nutzt die Kiezportale, sonst überfährt Euch die Politik, mit Auto und oder Fahrrad
    bin gespannt auf weitere Kommentare, Leute stimmt mit Füßen, 2 oder 4 Rädern ab 🙂

  6. Es ist mir ein Anliegen die Statments der Vorschreiber zu bekräftigen. Es entsteht durch die lautstarke Verbreitung vermeintlicher Wahrheiten m.E. oft ein falscher Eindruck über die Wünsche der Mehrheit. Dies ist zumindest meine Wahrnehmung in meinem durchaus vielfältigen Umfeld.

  7. Ich kann meinen Vorrednern beipflichten. Wahlkampf. Am besten zeigt man sich durch Polarisierung: Man sucht sich eine Gruppe (Radfahrer) und wendet sich dann im besten “Denglisch” “vs. Cars”. Gegeneinander statt Miteinander. Durchsichtig. Es ist eben Wahlkampf udn man braucht dringend ein Klientel. Ein Schelm, wer anderes in der angekündigten einseitigen Veranstaltung sieht. Echokommunity, REINER hat recht! Das trifft es haargenau.

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